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Generalsanierung Schule

Bestandssanierung auf "Nullenergiehaus-Standard" und Erweiterung der Volks- und Hauptschulen Rainbach i. M.


September 2012 - Annähernd 7 Millionen Euro Gesamtaufwand: lange wurde gerungen, um grünes Licht vom Land Oberösterreich zu erhalten, denn es geht um viel Geld, nicht  nur für die Gemeinde, sondern auch für das Land OÖ. Die Finanzierungsquote liegt bei ca. 90% durch das Land Oberösterreich – 10% bei der Gemeinde. Auch die Beschlüsse im Gemeinderat waren mit viel Diskussion verbunden. Es ist ein sehr ehrgeiziges Projekt mit viel Innovationskraft.


Istzustand:

Die Hauptschule wurde im Jahr 1972 eröffnet und zeigt in ihrer architektonischen Konzeption eine gute räumliche Qualität auf. Bautechnisch muss sie als Musterbeispiel für die späten 60er und frühen 70er Jahre bezeichnet werden, hohe Heizkosten und bauphysikalische Schäden aufgrund von Tauwasserbildungen zeigen ein deutliches Bild.

Die Volksschule wurde 1950 errichtet und wurde seither keiner nennenswerten Umstrukturierung oder Sanierung unterzogen.

Der Turnsaal mit seinen Nebenräumen wie Garderoben, Turnlehrerzimmer usw. wurde mit der Hauptschule errichtet und ist ebenso technisch konzipiert. Schwere Baumängel und Undichtigkeiten führten zu leichten thermischen Sanierungen in den letzten Jahrzehnten.



Planung:
Im Zuge der bereits mehrere Jahre andauernden Planung hat sich die Gemeindevertretung dazu entschlossen, die thermischen Sanierungsmaßnahmen nicht außer Acht zu lassen, um laufende Energiekosten wesentlich zu reduzieren (derzeitige Aufwendungen ca. 40.000 Euro/Jahr). Umplanung der ursprünglichen Schulsanierung zum "Nullenergiehaus" mit:

  • einer ökologischen, wärmebrückenfreien Fassadenhülle aus vorproduzierten Holzelementen (vorgehängte Fassade).
  • Alle geplanten Materialien weisen einen NaturePlus-Zertifikat auf.
  • Verwendung einer kontrollierten Wohnraumlüftung mit hohem Wirkungsgrad, für eine optimale Luftqualität in den Klassenräumen und  einer entsprechenden Wärmerückgewinnung
  • 3-Scheiben-Verglasung. Zur Sicherstellung der Sommertauglichkeit sollen alle Fenster mit außen liegenden Jalousien ausgestattet und ein bestehender Brunnen als Kältequelle für die Lüftungsanlage verwendet werden.
  • Installation einer effizienten Beleuchtung
  • Die Beleuchtung soll in Form von energieeffizienten LED-Leuchten erneuert werden, wobei die Steuerung in direktem Zusammenspiel mit der Jalousiensteuerung erfolgt.
  • 50 kWp PV-Anlage
  • Das gesamte Kellergeschoss der Volksschule wird durch die Ausbildung der Außenanlagen nutzbar und bietet Platz für die Nachmittagsbetreuung
  • Im Bereich der Haustechnik soll die Energieaufbringung von Gas auf Hackgut mit Spitzenlastabdeckung durch eine zuschaltbare Gastherme umgestellt werden.

 

Reduktion der Energiekennzahlen von über 100 kWh/m² a auf rund 10 kWh/m² a

 

Die Abänderungen betreffen im wesentlichen nachfolgende Bereiche:

  • Schaffung einer Halle zwischen Turnsaal-, Volks- und Hauptschultrakt mit direkter Anbindung an die Ausspeisungsküche im HS-Untergeschoss und einer gemeinsamen Bibliothek im Erdgeschoss.
  • Schaffung einer neuen Zwischenzone zwischen HS-Turnsaal und neuer Halle, sodass durch wechselseitige Öffnung sowohl eine Zuordnung zum Turnsaal als auch zur Halle erfolgen kann.
  • Aufschließung des Kellers (techn. Werkraum)     durch einen zusätzlichen Stiegenaufgang und einen Verbindungsgang zum Lift (barrierefreie Erschließung) innerhalb der bestehenden Unterkellerung.
  • Schaffung des Physiksaales und des EDV-  Raumes durch Aufstockung über der Garderobenhalle, bei gleichzeitiger Erweiterung der Garderobe und des Windfangs.
  • Auflösung der Schulwartwohnung zur Schaffung eines Musikzimmers und von Personalräumen für Schulwart und Reinigungspersonal.
  • Minimale Eingriffe in die bauliche Struktur der Volksschule.
  • Barrierefreie Anbindung des Volksschulturnsaales (Kultursaal) durch abgeänderte Situierung des Liftes und Veränderung des Eingangsbereiches.
  • Einfacheres, funktionelles und statisches Konzept , welches insbesondere auf bestehende Gebäudestrukturen Rücksicht nimmt.

Durch die zentrale Anordnung der Schülerausspeisung und der gemeinsamen Bibliothek sollen zusätzliche Flächen entstehen, welche für eine Nachmittagsschule, bzw. einer ganztägigen Schulform als multifunktionale Flächen für Freizeit und Unterricht dienen sollen. Dadurch können auch neue pädagogische Konzepte umgesetzt werden.

Schülerzahlen
Derzeit besuchen ca. 260 Schülerinnen und Schüler die Volks- und KreativHauptschule in Rainbach i. M. Anhaltende Geburtenzahlen und Zuzüge sprechen für die Umbau- und Sanierungsmaßnahmen.

Herbst 2012:
Turnsaal bekommt ein neues Dach damit die Montage der Photovoltaikanlage erfolgen kann. Zeitgleich wird mit dem Zubau im Schulinnenhof begonnen.

2013 bis 2015:
Umsetzung der thermischen Sanierung und der Innenausbau der HS.

bis 2018:
Bauarbeiten an der VS und HS werden abgeschlossen.

Die Hauptetappen der Innensanierungen werden hauptsächlich in den Ferienmonaten abgewickelt. Ab Herbst 2012 stehen die Turnsääle für außerschulische Veranstaltungen nicht mehr zur Verfügung. Bei Bedarf kann nach Vereinbarung im Kindergarten der kleine Turnraum, bzw. bestimmt auch der Pfarrsaal genützt  werden.


Verbindungsbereich zwischen VS und KHS (Mehrzweckhalle)





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