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Generalsanierung Schule

Bestandssanierung auf "Nullenergiehaus-Standard" und Erweiterung der Volks- und Neuen Mittelschule Rainbach i. M.


September 2012 - Annähernd 7,4 Millionen Euro Gesamtaufwand: lange wurde gerungen, um grünes Licht vom Land Oberösterreich zu erhalten, denn es ging um viel Geld, nicht  nur für die Gemeinde, sondern auch für das Land OÖ. Die Finanzierungsquote lag bei ca. 82% durch das Land Oberösterreich, etwa 8 % kamen vom Klima- und Energiefonds des Bundes über die Mustersanierungsförderung– 10% lag bei der Gemeinde. Auch die Beschlüsse im Gemeinderat waren mit viel Diskussion verbunden. Es war ein sehr ehrgeiziges Projekt mit viel Innovationskraft.


Damaliger Zustand:

Die Hauptschule wurde im Jahr 1972 eröffnet und zeigte in ihrer architektonischen Konzeption eine gute räumliche Qualität auf. Bautechnisch musste sie als Musterbeispiel für die späten 60er und frühen 70er Jahre bezeichnet werden, hohe Heizkosten und bauphysikalische Schäden aufgrund von Tauwasserbildungen zeigten ein deutliches Bild.

Die Volksschule wurde 1950 errichtet und wurde im Jahr 2013 einer Sanierung unterzogen.

Der Turnsaal mit seinen Nebenräumen wie Garderoben, Turnlehrerzimmer usw. wurde mit der Hauptschule errichtet und war ebenso technisch konzipiert. Schwere Baumängel und Undichtigkeiten führten zu leichten thermischen Sanierungen in den letzten Jahrzehnten.



Planung:
In der mehrere Jahre andauernden Planung hatte sich die Gemeindevertretung dazu entschlossen, die thermischen Sanierungsmaßnahmen nicht außer Acht zu lassen, um die laufenden Energiekosten wesentlich zu reduzieren (damalige Aufwendungen ca. 40.000 Euro/Jahr). Umplanung der ursprünglichen Schulsanierung zum "Nullenergiehaus" mit:

  • einer ökologischen, wärmebrückenfreien Fassadenhülle aus vorproduzierten Holzelementen (vorgehängte Fassade).
  • Alle geplanten Materialien weisen einen NaturePlus-Zertifikat auf.
  • Verwendung einer kontrollierten Wohnraumlüftung mit hohem Wirkungsgrad, für eine optimale Luftqualität in den Klassenräumen und  einer entsprechenden Wärmerückgewinnung
  • 3-Scheiben-Verglasung. Zur Sicherstellung der Sommertauglichkeit sind alle Fenster mit außen liegenden Jalousien ausgestattet und ein bestehender Brunnen wird als Kältequelle für die Lüftungsanlage verwendet.
  • Installation einer effizienten Beleuchtung
  • Die Beleuchtung ist in Form von energieeffizienten LED-Leuchten erneuert worden, wobei die Steuerung in direktem Zusammenspiel mit der Jalousiensteuerung erfolgt.
  • 50 kWp PV-Anlage
  • Das gesamte Kellergeschoss der Volksschule wurde durch die Ausbildung der Außenanlagen nutzbar und bietet Platz für die Nachmittagsbetreuung
  • Im Bereich der Haustechnik wurde die Energieaufbringung von Gas auf Hackgut mit Spitzenlastabdeckung durch eine zuschaltbare Gastherme umgestellt.

 

Reduktion der Energiekennzahlen von über 100 kWh/m² a auf rund 10 kWh/m² a

 

Die Abänderungen haben im wesentlichen nachfolgende Bereiche betroffen:

  • Schaffung einer Halle zwischen Turnsaal-, Volks- und Hauptschultrakt mit direkter Anbindung an die Ausspeisungsküche im HS-Untergeschoss und einer gemeinsamen Bibliothek im Erdgeschoss.
  • Schaffung einer neuen Zwischenzone zwischen NMS-Turnsaal und neuer Halle, sodass durch wechselseitige Öffnung sowohl eine Zuordnung zum Turnsaal als auch zur Halle erfolgen kann.
  • Aufschließung des Kellers (techn. Werkraum) durch einen zusätzlichen Stiegenaufgang und einen Verbindungsgang zum Lift (barrierefreie Erschließung) innerhalb der bestehenden Unterkellerung.
  • Schaffung des Physiksaales und des EDV-Raumes durch Aufstockung über der Garderobenhalle, bei gleichzeitiger Erweiterung der Garderobe und des Windfangs.
  • Auflösung der Schulwartwohnung zur Schaffung eines Musikzimmers und von Personalräumen für Schulwart und Reinigungspersonal.
  • Minimale Eingriffe in die bauliche Struktur der Volksschule.
  • Barrierefreie Anbindung des Volksschulturnsaales (Mehrzwecksaal) durch abgeänderte Situierung des Liftes und Veränderung des Eingangsbereiches.
  • Einfacheres, funktionelles und statisches Konzept , welches insbesondere auf bestehende Gebäudestrukturen Rücksicht nimmt.

Durch die zentrale Anordnung der Schülerausspeisung und der gemeinsamen Bibliothek sind zusätzliche Flächen entstanden, welche für eine Nachmittagsschule, bzw. einer ganztägigen Schulform als multifunktionale Flächen für Freizeit und Unterricht dient. Neue pädagogische Konzepte wurden umgesetzt.










Gebäudetechnik
Zentrale mechanische Be- und Entlüftung mit Bedarfsregelung, Wärmerückgewinnung, Zulufterwärmung und Nachtlüftungsfunktion
Hackschnitzel-Zentralheizung (Kesselleistung 150 kW) und 20 m² thermische Solarkollektoren speisen einen Pufferspeicher (2.300 Liter), der Fußbodenheizung und Radiatoren versorgt.
Warmwasser: von Heizungsverteilung über Frischwassermodule dezentral nur dort bereit gestellt, wo Reinigung, Duschen und Küchen es benötigen.
Stromerzeugung: PV-Anlage am Dach mit ca. 250 m² und 50 kWp Leistung.
Es gibt eine Tageslicht-gesteuerte Beleuchtung.


erhaltene Preise
  • Energiestar 2014
  • Ökostar 2015
  • klimaaktiv Gold Zertifikat - Objekt des Monats 4/2015
  • Nominierung Energy Globe 2016
  • Mustersanierung des Klima- und Energiefonds

Schülerzahlen
Derzeit besuchen ca. 260 Schülerinnen und Schüler die Volks- und  Neue Mittelschule in Rainbach i. M. Anhaltende Geburtenzahlen und Zuzüge sprachen für die Umbau- und Sanierungsmaßnahmen.

Herbst 2012:
Der Turnsaal bekam ein neues Dach damit die Montage der Photovoltaikanlage erfolgen konnte. Zeitgleich wurde mit dem Zubau im Schulinnenhof begonnen.

2013 bis 2015:
Umsetzung der thermischen Sanierung und der Innenausbau der NMS.

bis 2018:
Bauarbeiten an der VS und NMS werden abgeschlossen.

Die Hauptetappen der Innensanierungen wurden hauptsächlich in den Ferienmonaten abgewickelt. Ab Herbst 2012 standen die Turnsäle für außerschulische Veranstaltungen nicht mehr zur Verfügung. Bei Bedarf konnte nach Vereinbarung im Kindergarten der kleine Turnraum, bzw. auch der Pfarrsaal genützt  werden.






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